Kinofest Liga Lünen
Kinofest Lünen 2020

Das KinoFilmFest Lünen sichert Kontinuität.

Das vertraute und außergewöhnlich erfolgreiche Kinofest Lünen wird durch das KinoFilmFest Lünen abgelöst. Der Veranstalter Pro Lünen hat seinen Ausstieg aus der Organisation erklärt. Doch es geht weiter mit einem anderen Team und neuem Konzept.

Es hat sich ein Stab um Michael Wiedemann, Sven Ilgner und Anke Höwedes gefunden, der neu unter KinoFilmFest Lünen ein kleines, intensives Filmprogramm mit aktuellen deutschsprachigen Produktionen präsentieren wird. Die Festivalleitung sieht seine Aufgabe vor allem darin, auch weiterhin für das Lüner Publikum ein anspruchsvolles und unterhaltsames Filmprogramm anzubieten und so Kontinuität sicherzustellen. Unterstützung kommt von der NWR-Medienstiftung, der Stadt Lünen und einer Reihe weiterer Sponsoren.

Fortgesetzt wird aus dem alten Programm des Kinofestes  die Reihe „Extra Eine Welt“. In dieser Reihe hatte das Kinofest Lünen in Kooperation mit der Lüner Initiative gegen globale Armut/LIGA zahlreiche Spiel- und Dokumentarfilme gezeigt, die sich mit Fragen der globalen Gerechtigkeit oder dem Erhalt unserer Lebensgrundlagen auseinandersetzen. LIGA hat daher ein Interesse daran, dass diese Kooperation mit dem KinoFilmFest fortgesetzt wird. So kann LIGA auch zukünftig auf diesem Wege für Gesellschaftsveränderungen im Sinne einer gerechten, demokratischen und ökologischen Entwicklung werben.

Der Neustart findet vom 04. bis zum 07. November im Cineworld statt. In der Reihe „Extra Eine Welt“ wird am 06. November um 17:30 Uhr der Film „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“ von der Regisseurin Yulia Lokshina gezeigt.

Zum Inhalt des Films

Was auf Schlachthöfen passiert, bleibt oft im Verborgenen. Der preisgekrönte Dokumentarfilm „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“ liefert nun seltene Einblicke in das Leben der ArbeiterInnen und zeigt den Druck, dem sie ausgesetzt sind.

In der westfälischen Fleischindustrie kämpfen osteuropäische LeiharbeiterInnen, die im größten Schweineschlachtbetrieb des Landes tätig sind, ums Überleben – und Aktivistinnen, die sich für deren Rechte einsetzen, mit den Behörden. Zur gleichen Zeit proben Münchener GymnasiastInnen das Stück „Die Heilige Johanna der Schlachthöfe“ und reflektieren über die deutschen Wirtschaftsstrukturen und ihr Verhältnis dazu.

Verwoben mit den Gedankengängen der Jugendlichen und ihren Auseinandersetzungen mit dem Text in den Proben erzählt der Film in unterschiedlichen Fragmenten über Bedingungen und Aspekte von Leiharbeit und Arbeitsmigration in Deutschland.

Materialien und Hinweise zum Kinofest:

Vorverkauf ab 21.10. online, ab 24.10. im Kino

Gesamtprogramm ab 15.10. online oder als Heft

Website: www.kinofilmfest.de

Dokumentation, 2020
92 Minuten
Regie: Yulia Lokshina
Freitag, 06.11.2020
17:30 Uhr, Cineworld Lünen