Medien 2017-09-26T17:12:43+00:00

Medien


Relevantes, das wir selbst verleihen.

Filme

„The True Cost“
Ein Pullover oder eine Hose für weniger als 10 Euro, ein Hemd für 5 – oft geht man in Kleidungsgeschäfte und ist begeistert, wie billig die neueste Mode bei uns zu haben ist. Doch wie kann es sein, dass Kleidung bei uns so wenig kostet? THE TRUE COST macht sich auf die Suche und verfolgt eindrucksvoll den Weg, den die Kleidung macht, bevor sie zu uns in die Geschäfte kommt.
Die bedrückende Antwort auf die Frage ist: Es darf nicht sein! Es gibt kaum einen Markt, bei dem Schein und Realität so weit auseinander liegen wie bei der Bekleidungsindustrie. Auf der einen Seite gibt es Modeschauen mit Starmodels und rotem Teppich, auf der anderen Seite wird die Kleidung zumeist unter sklavenähnlichen Bedingungen in Drittweltländern produziert. Die Ausbeutungskette, die hinter jedem einzelnen Kleidungsstück steckt, wird hinter der Glamourwelt der Modeindustrie unsichtbar. THE TRUE COST zeigt diese Kette auf: Wo wird die Kleidung hergestellt und welche Arbeitsbedingungen herrschen dort? Was passiert in den Ländern, in denen riesige Wassermengen für die Baumwolle benötigt wird, während die Menschen verdursten?

Die Ausbeutung von Mensch und Natur, die hinter den Preisen steckt, ist katastrophal – die Verdrängung dieser Tatsache in der westlichen Welt erschreckend und beschämend. Wer würde schon eine Hose kaufen, wenn er wüsste, dass dafür ein Kind verdursten musste, oder die Näherin in den Trümmern einer eingestürzten Fabrik gestorben ist? Diese Dokumentation zeigt die erschütternde Wahrheit: Die Kosten für unsere Kleidung müssen andere bezahlen.

 

„Taste the Waste „
Warum schmeißen wir unser Essen auf den Müll?
Deutsche Haushalte werfen jährlich Lebensmittel für 20 Milliarden Euro weg – so viel wie der Jahresumsatz von Aldi in Deutschland. Das Essen, das wir in Europa weg werfen, würde zwei Mal reichen, um alle Hungernden der Welt zu ernähren. Valentin Thurn hat den Umgang mit Lebensmitteln international recherchiert und kommt zu haarsträubenden Ergebnissen. Jeder zweite Kopfsalat wird aussortiert, jedes fünfte Brot muss ungekauft entsorgt werden. Kartoffeln, die der offiziellen Norm nicht entsprechen, bleiben auf dem Feld liegen und kleine Schönheitsfehler entscheiden über ein Schicksal als Ladenhüter. In den Abfall-Containern der Supermärkte findet man überwältigende Mengen einwandfreier Nahrungsmittel, original verpackt, mit gültigem Mindesthaltbarkeitsdatum. Auf der Suche nach den Ursachen und Verantwortlichen deckt er ein weltweites System auf, an dem sich alle beteiligen.
Die Folgen reichen weit, denn die Auswirkungen auf das Weltklima sind verheerend. Die Landwirtschaft verschlingt riesige Mengen an Energie, Wasser, Dünger und Pestiziden, Regenwald wird für Weideflächen gerodet. Mehr als ein Drittel der Treibhausgase entsteht durch die Landwirtschaft. Nicht unbedeutend sind auch die auf den Müllkippen vergärenden Lebensmittel-Abfälle, denn die entstehende Klimagase haben entscheidenden Einfluss auf die Erderwärmung.
TASTE THE WASTE zeigt, dass ein weltweites Umdenken stattfindet und dass es Menschen gibt, die mit Ideenreichtum und Engagement diesem Irrsinn entgegen treten.

 

„THEMBA – Das Spiel seines Lebens“
Der 11-jährige Themba lebt mit seiner Mutter Mandisa und seiner jüngeren Schwester Nomtha in armen Verhältnissen in einem kleinen Dorf im Eastern Cape, Südafrika. Seine große Leidenschaft gilt dem Fußball: Er nutzt jede Gelegenheit, um mit seinem besten Freund Sipho zu kicken und den Vorbildern Zidane, Ronaldo oder den südafrikanischen Stars wie Andile Khumalo nachzueifern. Gemeinsam mit seinen Fußballfreunden gründet Themba die „Lion Strikers“.
Als ihre Mutter ihn und seine Schwester Nomtha mit ihrem arbeitslosen und trinkenden Freund Luthando zurück lässt, um in Kapstadt Geld für sich und ihre Kinder zu verdienen, bietet die Beschäftigung mit Fußball für Themba bald die einzige Chance, seine Sorgen zu vergessen.
Bei einem Jugendturnier wird der Leiter der „All Star Academy“, John Jacobs, auf den talentierten Themba aufmerksam und gibt ihm seine Visitenkarte. Für Themba scheint ein Traum wahr zu werden. Zurück in seinem Dorf holt ihn die Realität wieder ein. Als der volltrunkene Luthando eines Abends die kleine Schwester Nomtha bedrängt, stürzt sich Themba auf ihn. Er verliert den Kampf und geht bewusstlos zu Boden. Als er wieder erwacht, begreift er, dass Luthando ihn vergewaltigt hat.
Am nächsten Tag macht er sich mit seiner Schwester auf die Reise in die Metropole Kapstadt, um dort nach ihrer Mutter zu suchen. Als sie Mandisa finden, ist die Freude nur von kurzer Dauer: Sie ist schwer krank, nachdem sie sich bei Luthando mit dem HI-Virus infiziert hat. Themba muss nun Geld für die kleine Familie verdienen und erinnert sich an John Jacobs und seine Visitenkarte.
Jacobs zögert nicht lange und lädt ihn zum Training ein. Durch seine gute Leistung wird Themba in die „All Star Academy“ aufgenommen. Dort erkennt ein Reporter sein Talent und Themba bekommt seinen ersten Artikel in „Laduma“, der wichtigsten Fußballzeitung des Landes. Inzwischen ist auch der Trainer der Jugend-Nationalmannschaft Bafana Bafana auf den jungen Spieler aufmerksam geworden, und nichts scheint einer großen Fußballer-Karriere im Weg zu stehen – Themba kann sein Glück kaum fassen. Einen Tag, bevor er das erste Mal als Zuschauer auf der Reservebank bei einem Nationalspiel von Bafana Bafana dabei sein darf, erfährt er, dass auch er HIV-positiv ist. Ist das das Ende seiner Träume?

 

„Hunger“
Der 90-minütige Dokumentarfilm „Hunger“ erzählt, wie Menschen, Gruppen und Organisationen darum ringen, eines der schlimmsten sozialen, politischen und ökonomischen Probleme unserer Tage zu lösen: den Hunger in der Welt. In fünf Ländern stellen Marcus Vetter und Karin Steinberger die Frage, wie Menschen mit dem Hunger leben, und warum so viele Konzepte der Entwicklungspolitik versagt haben. Von Haiti, wo die mittellosen Bauern mit den Zauberworten Freihandelspolitik und Strukturanpassung gelockt wurden, bis nach Kenia, wo ganze Landstriche seit Jahren von Lebensmittelhilfe abhängig sind. Afrikanische Flüchtlinge werden am Strand von Fuerteventura von der Guardia Civil betreut. Man kennt das Bild mittlerweile. Ein Boot voller Menschen am Touristenstrand auf Gran Canaria. Sie schleppen sich durch den Sand, halb verhungert, bleiben einfach liegen und schauen auf die unter Sonnenschirmen liegenden Touristen. Sie sind Boten eines explosionsartigen Bevölkerungswachstums, das zu 95 Prozent in den Entwicklungsländern stattfindet. Sie zahlen ein Vermögen, um auf überfüllten Fischerbooten in eine Welt überzusetzen, die sie nicht kennen, aber von der sie wunderbare Dinge gehört haben. Unvorstellbaren Reichtum glauben sie dort zu finden, und Glück. Was aber treibt Menschen dazu, ihre Familien und ihre Heimat zurückzulassen und ihr Leben für eine ungewisse Zukunft zu riskieren?
Fünf Länder – Fünf Hintergründe
Warum ist die Bekämpfung von Hunger so schwierig? Fakt ist: Es werden zehn Prozent mehr Lebensmittel produziert als man benötigt, um alle Menschen satt zu bekommen. Marcus Vetter und Karin Steinberger sind in fünf Ländern auf Spurensuche gewesen: Was sind in Brasilien, Haiti, Indien, Kenia und Mauretanien die Gründe für Hunger?

 

„Auf dem Weg zur Schule“
Was für viele Kinder ganz normal ist, bedeutet für manche ein echtes Abenteuer: der Weg zur Schule. Ob gefährlich nah an einer Elefantenherde vorbei, über steinige Gebirgspfade, durch unwegsame Flusstäler oder mit dem Pferd durch die Weite Patagoniens – Jackson (11) aus Kenia, Zahira (12) aus Marokko, Samuel (13) aus Indien und Carlito (11) aus Argentinien haben eines gemeinsam: ihr Schulweg ist sehr lang und gefahrvoll, doch ihre Lust am Leben und am Lernen ist größer. Sie wissen alle, welches Privileg ihre Ausbildung ist – und doch sind sie auch ganz normale Kinder, die Spaß haben wollen. Mit viel Eigensinn und noch mehr Einfallsreichtum räumen sie Hindernisse aus dem Weg, überwinden Ängste und leben vor, was so oft vergessen wird: dass auch der Weg ein Ziel sein kann.
Der Dokumentarfilm AUF DEM WEG ZUR SCHULE lässt vieles in neuem Licht erscheinen, das selbstverständlich für uns geworden ist und verzaubert mit seinen Protagonisten: Zahira, Jackson, Samuel und Carlito überraschen uns mit ihrer Leidenschaft, Neugier und ihrer unendlichen Energie. In AUF DEM WEG ZUR SCHULE erzählt Regisseur Pascal Plisson eine globale Bildungsgeschichte – von Mädchen und Jungen, ihren Freunden und Geschwistern in der kenianischen Savanne, im Atlasgebirge Marokkos, in Patagonien und am Golf von Bengalen. Mit viel Gespür für Situationskomik porträtiert der Film seine kleinen Helden und feiert ganz nebenbei die Bildung, die oft zu Unrecht als Beschwernis wahrgenommen wird.

 

„10 Milliarden – wie werden wir alle satt?“

Im Laufe dieses Jahrhunderts wird die Weltbevölkerung auf zehn Milliarden anwachsen. Wo soll die Nahrung herkommen, die jeder Einzelne täglich zum Überleben benötigt, und von der ja bereits heute jeder Sechste zu wenig hat. Wie können wir verhindern, dass die Menschheit allein durch ihr Wachstum die Grundlage für ihre Ernährung zerstört?
Wie kann zukünftig genug Nahrung für zehn Milliarden Menschen erzeugt werden? Zwei Lager behaupten, die Lösung zu kennen: Einerseits die industrielle Landwirtschaft, die global immer weiter expandiert und hocheffizient auf Massenproduktion setzt. Demgegenüber stehen die biologische und die traditionelle Landwirtschaft, die zwar weniger Masse produzieren, dafür aber schonend mit den begrenzten Ressourcen umgehen. Von beiden Seiten will der Filmemacher wissen, wie sie die Welt künftig ernähren wollen. Der Film zeigt die globalen Wechselwirkungen in der Landwirtschaft anhand von Protagonisten aus den zentralen Produktionsbereichen Saatgut, Düngung, Schädlingsbekämpfung, Futtermittelherstellung, Tierproduktion und Handel. Dabei wird kritisch die derzeit gängige Praxis beider Seiten hinterfragt, aber auch unvoreingenommen ihre Lösungsansätze und Visionen für die Zukunft vorgestellt.

 

Projekt-Koffer

„Schoko-Expedition“

Materialien für eine handlungsorientierte Projektarbeit zum Thema „Schokolade und Fairer Handel“
Lerntasche (2009) mit Unterrichtsmaterialien und DVD (aktualisierte Neuauflage 2014), mit Puzlle, Activity-Karten, Bildkartei, Stationskarten, Comic, 10 kleinen Dosen mit den verarbeiteten Produkten vom Kakao zur Schokolade u.a.m. Zielgruppe: Klassen 3 – 7
(7 – bis 12 Jahre). Nähere Beschreibungen im Publikationsshop und unter
www.bildungs-bags.de

 

„Klima-Kids“
Lerntasche (2009) zum Thema Klimawandel mit besonderem Fokus auf die Folgen des Klimawandels im Süden (Tuvalu) und den Möglichkeiten, als Klimadetektive selbst zum Klimaschutz beizutragen. Zum Angebot gehören Unterrichtsmaterialien, Projekt- und Fotokarten, Spiele Dosen mit Bioenergie-Pflanzen u.ä.m. Zielgruppe: Klassen 3 – 7
(7 bis 12 Jahre). Nähere Beschreibungen im Publikationsshop und unter
www.bildungs-bags.de