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Projekt "Janachetena"

Das alleinige Verbot von Kinderarbeit ohne jegliche Bemühung, tragfähige Alternativen für Kinder, insbesondere Schul- und Berufsausbildung, zu schaffen bewirken oftmals das Gegenteil der formulierten Absicht. Kinder müssen die Möglichkeit bekommen, zur Schule zu gehen oder eine Berufsausbildung zu absolvieren. Das gilt auch für die Kinder, die für den Export, also für den Weltmarkt auf Plantagen oder in Fabriken schuften: Wenn diese Kinder entlassen und dafür Erwachsene eingestellt werden, ist das ein erster Schritt. Die Kinder aber brauchen Alternativen, sonst schuften sie in anderen Betrieben weiter oder rutschen in noch schlimmere Arbeitsbedingungen ab.

Wir wollen uns dafür einsetzen, ausbeuterische Kinderarbeit zu beenden und gleichzeitig den Kinderarbeitern und ihren Familien tragfähige und wirksame Alternativen anzubieten. Wir

wollen diesen Weg an einem exemplarischen Beispiel aufzeigen und haben zusammen mit terre des hommes dazu ein Projekt ausgesucht:

Es handelt sich um das Projekt von terre des hommes Deutschland „ Einsatz gegen Kinderarbeit“. Die indische Partnerorganisation heißt Janachetana.

Das Projekt findet in einer der ärmsten Regionen Indiens statt. Das Projekt wendet sich an Kinder, zu einem großen Teil Mädchen, die auf Baumwollfeldern schuften müssen. Die Kinder sind gravierenden gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt ( Sprühen von Pestiziden ohne Atemschutz)), leiden unter schwersten Arbeitsbedingungen und ausbeuterischer Entlohnung ( 25 Cent für einen 10 Stundentag) und haben keine Chance eine Schule zu besuchen. Auch die Arbeit in Schuldknechtschaft (Arbeit ohne Lohn), sexuelle Ausbeutung und Kinderhandel gehören zum Alltag.

Ziel des vorgeschlagenen Projektes ist es mit einer Vielzahl von Maßnahmen dazu beizutragen, die wirtschaftliche Ausbeutung zu überwinden. Zu den gegenwärtigen Maßnahmen zählen u. a.:

- Einrichtung und Betrieb von „Brückenschulen“ für Kinderarbeiter zur Vorbereitung der Rückkehr an eine staatlich Schule,

- Einkommensmaßnahmen für die Mütter zur Verbesserung der sozialen Situation,

- Ausweitung des Konzepts auf weitere Dörfer,

- Ausbildung von Jugendlichen im Schneiderhandwerk und Modedesign

Das Projekt läuft seit 3 Jahren und hat bisher ein Finanzierungsvolumen von 65 000 €.

Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger Lünens, die unterzeichnenden Organisationen der „Lüner Erklärung“, aber auch alle anderen Einrichtungen und Organisationen sich durch Spenden für dieses Projekt an einer menschenwürdigen Alternativen zur ausbeuterischen Kinderarbeit zu beteiligen.

Spenden sollten überwiesen werden an:

- terre des hommes

- Kontonummer 700800700

- BLZ 26590025

- Volksbank Osnabrück eG

- Stichwort: Lünen aktiv

 

terre des hommes hat uns einen regelmäßigen Bericht über Fortschritte im Projekt zugesagt.

Nähere Einzelheiten über das Projekt können abgefragt werden im Internet unter:

www.tdh.de/luenen-aktiv