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Viele müssen mitmachen, um die Kinderarbeit weltweit vor Ausbeutung zu schützen. Daher setzt LIGA auf die Zusammenarbeit aller Beteiligten, die an der Verbesserung der Lage von Kindern mitwirken können. In einer „ Lüner Erklärung gegen ausbeuterische Kinderarbeit“ haben sich Bürgermeister, christliche Kirchen, türkisch-islamische Gemeinden, Sportvereine, Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, Lüner Betriebe sowie die in LIGA vertretenen Gruppen verpflichten, im jeweiligen Verantwortungsbereich darauf hinzuwirken, dass keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit mehr beschafft und die Rechte von Kindern gewahrt werden. In der Zusammenarbeit so vieler wichtiger Gruppen und Organisationen liegt die Chance in Lünen wichtige Schritte auf dem Weg zu einer „kinderarbeitsfreien“ und „fairen“ Stadt zu tun.
1) Vorbemerkung Wer erfolgreich gegen ausbeuterische Kinderarbeit vorgehen will, muss möglichst viele gesellschaftliche Gruppen und Organisationen dafür gewinnen, an der Verbesserung der Lage von Kindern mitzuwirken; denn viele müssen mitmachen, um Kinder weltweit vor Ausbeutung zu schützen: - Die Politik muss das politische Signale geben: „Wir wollen keine Produkte mit Kinderarbeit“. - Von Unternehmern und Arbeitgeber muss es heißen: Wir halten Gesetze ein, wir zahlen wenigstens gesetzliche Mindestlöhne und wir verzichten auf Kinderarbeit. - Handelsunternehmen müssen zu Verbündeten werden, die ihre Wertschöpfungsketten „kinderarbeitsfrei“ halten. - Von Verbrauchern muss die Botschaft ausgehen: Wir wollen keine Produkte mit Kinderarbeit, sondern fair gehandelte Produkte. - Die gleiche Botschaft muss von Großverbrauchern wie der Stadtverwaltung, Kirchen und anderen großen Organisationen ausgehen: Wir stellen unser Beschaffungswesen so um, dass Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit keine Chance haben. - Große und mitgliedsstarken Organisationen und Verbände wie Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Sportvereine müssen daran mitwirken, ihre Mitglieder über Kinderarbeit zu informieren und zu einem anderen Kaufverhalten zu motivieren. - Schulen und Bildungseinrichtungen müssen das Thema Kinderarbeit an Jugendliche bringen. Auf Initiative von LIGA beschlossen am 06.06.2009 der Bürgermeister, christliche Kirchen, türkisch-islamische Gemeinden, Gewerkschaften, Betriebe in Lünen, Wohlfahrtsverbände, Sportvereine und LIGA die „ Lüner Initiative gegen ausbeuterische Kinderarbeit“. 2) Lüner Erklärung gegen ausbeuterische Kinderarbeit Wir – - der Bürgermeister der Stadt Lünen, - die Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände Lünen, - DGB Ortsverband Lünen, - der Evangelische Kirchenkreis Lünen, - die Evangelische Kirchengemeinde Brambauer, - die Katholische Kirchengemeinde St. Norbert, - die Lüner Initiative gegen Globale Armut - LIGA, - Pro Lünen, - der Stadtsportverband Lünen 1950, - die Türkisch Islamische Gemeinde zu Lünen D.I.T.I.B. - der Türkische Arbeitnehmer-Verein Lünen-Brambauer und Umgebung D.I.T.I.B. achten und bewahren die Rechte des Kindes und fühlen uns dem Schutz der Kinder weltweit verpflichtet. Weltweit müssen derzeit ca. 250 Mio. Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten. Die Internationale Staatengengemeinschaft hat sich in der Konvention 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) dazu verpflichtet, alle Formen ausbeuterischer Kinderarbeit zu beenden. Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben mit ihrer Unterschrift unter dieser Konvention ihren Willen zur Beseitigung ausbeuterischer Kinderarbeit bekräftigt. Wir unterstützen diese Verpflichtung und stellen uns gegen jegliche Form der Ausbeutung von Kindern und erklären unseren festen Willen, wann immer möglich für Kinderrechte einzutreten. Um die Situation der arbeitenden Kinder zu verbessern, streben wir ein Ende der ausbeuterischen Kinderarbeit an, ebenso wie die Stärkung des Fairen Handels; denn nur dieser bietet echte Alternativen zur Ausbeutung von Kindern. Daher verpflichten wir uns, in unserem jeweiligen Verantwortungsbereich darauf hinzuwirken, dass keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit mehr beschafft werden. Mit dieser Erklärung - setzen wir ein Zeichen gegen die Ausbeutung von Kindern, - leisten wir einen Beitrag zur Umsetzung der ILO-Konvention 182, - informieren wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Bürgerinnen und Bürger oder Mitglieder, um sie für das Thema zu sensibilisieren und zu eigenen Maßnahmen gegen ausbeuterische Kinderarbeit zu motivieren. Mit dieser Erklärung wollen wir auch einen Beitrag zur Verwirklichung der UNMillenniumsentwicklungsziele leisten und damit zur Überwindung der weltweiten Armut beitragen. Wir verstehen die Lüner Erklärung als Teil des Engagements anderer Städte und Gemeinden des Ruhrgebiets gegen ausbeuterische Kinderarbeit (Magna Charta Ruhr.2010). Wir werden die Lüner Öffentlichkeit regelmäßig über unsere Anstrengungen und Erfolge informieren. __________________________________________ (VertreterIn der einzelnen Organisationen in Lünen)
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